Karlsdialoge #025 mit Sascha Stoltenow zu “Beautiful War” – die Ästhetisierung und Gamifizierung des Krieges

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Auf der re:publica 2013 hat Patrick Breitenbach ein paar Menschen und ihre netzkulturellen Geschichten eingefangen. Die kleine Spezialreihe geht weiter mit Sascha Stoltenow, Bendler-Blog(ger), PR-/Kommunikationsberater und ehemaliger PsychOps-Officer bei der deutschen Bundeswehr. In diesem Podcast spricht Sascha u.a. über die Ästhetisierung und Gamifizierung von Krieg im Netz, dem Einsatz von unterschiedlicher Propaganda bei den Armeen, die Medienkompetenz der deutschen Bundeswehr und natürlich über nichts weniger als Krieg und Frieden.

Links zur Sendung:

Vortrag von Sascha Stoltenow und Thomas Wiegold auf der re:publica 2013: “Die Digital Natives ziehen in den Krieg” (Hier das Video)

Colin Powell bedauert seine Rede vor der UN zum Irakkrieg

US Marines vs. Cheerleader Miami Dolphins: Call me maybe

Propaganda-Video der Taliban

Foto-Gewinnspiele von Heckler & Koch auf Facebook

Israelische Armee: Join the ranks!

Video: Angriff auf Hamas-Führer

America’s Army – Computerspiel der amerikanischen Armee

Rheinmetall “Gladius” – Ästhetik der Computerspiele übernommen

FAZ: Das Colateral Murder Video

Black Hawk Down

“Apokalypse Now: Ritt der Walküre”

Militärisch-industrieller Komplex (Es war übrigens die Rede von Eisenhower und nicht Truman!)

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3 Kommentare

  1. Moin – DANKe für den Podcast!

    Was mir in der Sendung fehlte – “nicht staatliche militärische Unternehmen”, wie es sie ansässig, auch in der Bundesrepublik Deutschland gibt. GUTTENBEtRuG war es wichtig – gleichzeitig zur Abschaffung der Wehrpflicht – Regeln für diese Art Unternehmen aus zu arbeiten (in wessen Interessen auch immer). Eine besondere Rechtsgrundlage für “private militärische Unternehmen” ist mir nicht bekannt. Dass Sie “von deutschem Boden aus” Drohen steuern und Krieg ausgehen lassen könnten – scheint hingenommen zu werden und beschleunigt den Gesetzgebungsprozess nicht.

    Angemerkt: Ich halte es für eine mittelschwere Störung – in Kombination mit potentieller Anwendung im Job (Polizei, Militär, Bundeswehr) – das Menschen Töten lernen zu wollen.

  2. Private Sicherheitsfirmen in Deutschland sind in ihrer Öffentlichkeitsarbeit sehr zurückhaltend. Den Einsatz ihrer Mitarbeiter regeln implizit Bundesgesetze, unter anderem das Waffenrecht. Eine explizite Gesetzgebung gibt es seit April für den Einsatz auf Schiffen (http://www.bmwi.de/DE/Presse/pressemitteilungen,did=572536.html).

    Davon losgelöst ist mir zur Abwehr schwer gestörter, gewaltbereiter Menschen bislang noch keine brauchbare Alternative zur professionellen Ausbildung begegnet – mit all ihren Folgen.

  3. Als Nachtrag zum Podcast noch drei ergänzende Links:

    A Year at War.

    http://www.nytimes.com/interactive/world/battalion.html

    Ein Projekt der New York Times, die eine Einheit der US Armee ein Jahr lang begleitet und in einem interaktiven Feature dokumentiert hat, dessen Ästhetik mit der Selbstdarstellung von Streitkräften vergleichbar ist (siehe hier die Webseite des US Marine Corps: http://www.marines.com).

    Junge im Fadenkreuz.

    http://www.buzzfeed.com/ryanhatesthis/israeli-soldier-instagrams-a-child-in-the-crosshairs-of-his

    Artikel über eine auf Instagram veröffentlichte Aufnahme, die einem israelischen Soldaten zugeschrieben wird.

    Mit Helmkamera in Afghanistan.

    http://www.youtube.com/watch?v=w7NUhXoh02A

    Aufnahmen aus der Helmkamera eines amerikanischen Soldaten, der im Gefecht mit Aufständischen verwundet wird. (Die Hintergrundgeschichte: http://www.dailymail.co.uk/news/article-2269897/Pfc-Ted-Daniels-Soldier-filmed-Afghanistan-War-firefighter-helmet-cam-speaks-out.html).

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